Wert in der Fruchtfolge

15.10.2018

Raps ist eine anspruchsvolle Kultur. Die Vorteile überwiegen erheblich die Herausforderungen.

Der Wert von Winterraps in der Fruchtfolge sollte nicht unterschätzt werden. Winterweizen, der auf Raps folgt, bringt in der Regel 10 % mehr Ertrag ein als Weizen, der auf Getreide folgt. Die Produktionskosten sind in der Regel bis zu 10 % geringer, die Erträge 10 % bis zu 30 % höher.

 

Raps lockert Getreidefruchtfolgen auf und reduziert den Krankheitsdruck.

Halmbruch, Septoria und Fusariosen treten häufig besonders stark in engen Getreidefruchtfolgen auf. Durch den Rapsanbau werden diese engen Fruchtfolgen aufgelockert und der Befallsdruck von pilzlichen Schaderregern kann dadurch vermindert werden. Durch die flache Einarbeitung von Rapsrückständen können durch den sogenannten "Biohumigationseffekt" im Boden enthaltene Pilze und andere Schädlinge teilweise unschädlich gemacht werden.

 

Raps ist eine wertvolle Vorfrucht für Weizen.

Wenn Raps die Getreidefruchtfolge auflockert, können die Kosten für die Unkraut- und Ungrasbekämpfung im Weizen geringer ausfallen. Viele im Raps eingesetzte Wirkstoffe und Pflanzenschutzmittel haben ein anderes Wirkungsspektrum und eine andere Wirkungsweise und helfen so, die Wirksamkeit der Wirkstoffe und Pflanzenschutzmittel, die im Getreideanbau eingesetzt werden, zu erhalten. Zusätzlich kann oftmals die Stickstoffdüngung reduziert werden, ohne auf Ertrag beim Weizen verzichten zu müssen.
Der Wert des Winterraps als Wechselfrucht wird durch die Tatsache erhöht, dass er früher als die meisten Wintergetreide gesät und zu anderen Zeiten gespritzt werden kann, sowie entweder vor oder nach den meisten qualitätsempfindlichen Weizenarten geerntet wird.
Diese Unterschiede ermöglichen eine effektivere Verteilung der Arbeitsbelastungen zu den arbeitsreichsten Zeiten des Jahres. Verfügbare Maschinen- und Arbeitskräfte können besser ausgenutzt und Arbeitsspitzen reduziert werden.
Da Raps in der Regel für die Aussaat, Pflege und Ernte die gleichen Maschinen wie Getreide benötigt, muss der Betrieb nicht zusätzliche Spezialmaschinen anschaffen, wenn er Hackfrüchte wie z. B. Zuckerrüben oder Kartoffeln anbauen würde. Wird Raps angebaut, werden die vorhandenen Maschinen besser ausgelastet und so die Hektarkosten insgesamt reduziert.

 

 

 

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