Warum Raps anbauen

15.10.2018

Raps ist eine lukrative Kultur

Winterraps ist eine gut etablierte, in Europa gezüchtete Kulturpflanze. In Ihrer Bedeutung steht sie in den meisten Fällen lediglich dem Wintergetreide nach.

 

In den europäischen Hauptanbauländern werden jedes Jahr zwischen 6,5 und 7,5 Millionen Hektar angebaut und bis zu 25 Millionen Tonnen Raps geerntet.

Jede Tonne Raps entspricht in etwa 450 Liter qualitativ hochwertigem Speiseöl, das in privaten Haushalten, der Lebensmittelindustrie und der Gastronomie gerne verwendet wird.  Zusätzlich werden pro Tonne Raps ca. 580 kg Rapsschrot erzeugt, der in der Futtermittelproduktion als Proteinlieferant Verwendung findet.

Die weiterhin hohe und steigende Nachfrage nach Rapsöl und Rapsschrot in Europa hat zur Folge, dass der Rapsanbau auch in Zukunft äußerst lukrativ bleiben sollte.

Der Bedarf an hochwertigen Pflanzenölen ist größer als die heimische Erzeugung. Der zusätzliche Bedarf muss auf dem Weltmarkt gedeckt werden. Daher ist Raps meist unempfindlicher gegenüber Preisschwankungen des Weltmarktes im Vergleich zu Getreide. Gleichzeitig kann Raps vielfach den Import insbesondere von Palmöl ersetzen und leistet so einen wertvollen Beitrag zur Schonung der Ressourcen und Erhaltung der natürlichen Lebensräume in den tropischen Regionen.
 

Raps bereichert jede Getreidefruchtfolge. Wird er in die Rotation aufgenommen, kann der Befallsdruck mit typischen Krankheiten, Unkräutern und typischen Schädlingen des Getreides reduziert werden. Dadurch können Kosten zur Gesunderhaltung eingespart werden und der Ertrag wird durch den hohen Vorfruchtwert des Rapses in der Regel gesteigert.

Im Vergleich zu Getreide hat Raps hinsichtlich der Aussaat, Bestandsführung und Ernte meist abweichende Zeiten. Diese Eigenschaft hilft, betriebliche Arbeitsspitzen zu entzerren. Jede Kultur kann so optimal zu hohen und optimalen Erträgen geführt werden.

Neben einer hohen Marktleistung hat Raps in der Fruchtfolge zusätzliche Vorteile.

Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen in der Regel mehr als 11 Monate. Sein großes und tiefreichendes Wurzelwerk schützt den Boden während dieser Zeit  vor Erosion. Die Bodendurchlüftung wird verbessert und der wertvolle Stickstoff wird zu großen Teilen während der sensiblen Wintermonate vor Auswaschung geschützt.

Große Mengen Biomasse über- und unterhalb der Erde tragen außerdem wesentlich zur Bildung von Humus bei. Dadurch kann die Fruchtbarkeit des Ackerbodens erhalten und verbessert werden.

Durch den Anbau verschiedener Kulturen auf einem Betrieb sichert der Landwirt zusätzlich sein Betriebseinkommen ab, da jede Kultur anders auf das zunehmend unkalkulierbare Wetter reagiert. Besonders wichtig für die Sicherung des Betriebserlöses ist es, hinsichtlich des Weltmarktpreises nicht nur von einer Kultur bzw. Kulturart abhängig zu werden.

 

 

 


Alle Vorteile des Rapsanbaus

Wir haben viele zusätzliche Nutzen, die Ihnen bei der Bewältigung der meisten Herausforderungen des Rapsanbaus helfen

 

Kohlherniebefall kontrollieren Mehr Infromationen
Auswinterung reduzieren Mehr Infromationen
Auswirkung von Schädlingen reduzieren Mehr Infromationen
Schutz vor Krankheiten Mehr Infromationen
Schutz des Ertragspotenzials bei begrenzter Nährstoffverfügbarkeit Mehr Infromationen
Das Maximale ernten Mehr Infromationen
Kontrolle von Problemunkräutern und Ausfallraps Mehr Infromationen