Wasserrübenvergilbungsvirus (TuYV) im Raps

 

Das Wasserrübenvergilbungsvirus (kurz: TuYV, Turnip Yellows Virus) hat in den letzten Jahren an Bedeutung zugenommen. Übertragen wird das Virus unter anderem durch die Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae), die sich auf der Blattunterseite in kleinen Kolonien ansiedelt und dort am Pflanzensaft saugt.

 

 

 

Zu den Wirtsplanzen des TuY-Virus zählen neben den Brassicaceae-Arten wie Raps, Rübsen, Ölrettich, Senfarten und Kohlgemüsearten auch Erbsen, Lupine, Ackerbohne, Phacelia, Spinat, Löwenzahn, Klatschmohn, Kreukraut, Zinnie und Tabak. Die ersten Symptome treten schon im Herbst auf. So zeigen befallene Pflanzen violette Verfärbungen der Blattränder und -spitzen.

 

Die violette Verfärbung der Blätter kann auch eine allgemeine Stressreaktion der Pflanze wie z.B. auf: Staunässe, Bodenverdichtungen, Schädigung der Wurzel, Assimilatstau oder aber auch ein Nährstoffmangel (Stickstoff- oder Phosphormangel) sein. Um andere Ursachen zweifelsfrei auszuschließen, sollte bei dem Verdacht auf eine Virusinfektion ein sogenannter ELISA Test gemacht werden. Neben der violetten Verfärbung der Blattränder kann es im Frühjahr zu weiteren sichtbaren Symptomen kommen wie:

 

  • Verkleinerte Blattflächen
  • Verringerte Wuchshöhe und weniger Seitentriebe
  • Verringerte Kornzahl in den Schoten
  • Vermindeter Ölgehalt
  • Erhöhter Gehalt an Erucasäure und Glucosinolat im Samen
  • Ertragsverlust

 

Um einen möglichen Befall entgegenzuwirken, sollte unbedingt auf die Feldhygiene geachtet werden, insbesondere auf die Beseitigungvon Ausfallraps und Unkräutern. Außerdem sollte auf die richtige Gestaltung der Fruchtfolge unbedingt geachtet werden. So sollten keine Zwischenfruchtmischungen oder Körnerleguminosen, die als Wirtspflanzen für die Grüne Pfirsichblattlaus gelten, unmittelbar vor dem Raps angebaut werden. Neben der guten ackerbaulichen Praxis wird aber auch der Anbau von TuYV-resistenten Sorten wie dem Stamm DMH 440 empfohlen, um das Risiko von Ertragsverlusten durch das Wasserrübenvergilbungsvirus zu minimieren.

 

 

 

 

                     

 

 Die neue DEKALB Sorte mit TuY-Virusresistenz: DMH 440

 

 DMH440 ist die erste Hybride von DEKALB mit einer Resistenz gegenüber dem   Wasserrübenvergilbungsvirus. Sie zeichnet sich durch einen sehr hohen Kornertrag, einen sehr guten   Ölgehalt und ein gutes Gesundheitspaket aus.

 

 Hier geht es zum Download des Sortenblatts.

 

Alle Sortenvorteile im Überblick:

   

  • TUYV-VIRUSRESISTENZ

Vermindert das Risiko von Ertragsverlusten durch das Wasserrübenvergilbungsvirus (TuYV).

 

  • KÄLTETOLERANZ

Durch die kräftige aber ausgeglichene Jugendentwicklung erfolgt kein Aufstängeln vor dem Winter und die Winterhärte bleibt erhalten.

 

  • SCHOTENPLATZFESTIGKEIT

Verhindert Ausfallverluste durch vorzeitiges Schotenplatzen und ermöglicht ein flexibles Erntemanagement.

 

  • GUTE ALLGEMEINE PFLANZENGESUNDHEIT

Die solide polygene Toleranz bietet einen robusten Schutz vor der Blattfleckenkrankheit, der zweitgefährlichsten Rapskrankheit.

 

  • HOHER ÖLGEHALT

Hohe Ölgehalte machen sich durch hohe Ölaufschläge in der Rapsabrechnung bezahlt.

 

  • RASCHE HERBSTENTWICKLUNG

Durch das rasche Herbstwachstum eignet sich diese Sorte nicht nur für das normale Saatfenster, sondern lässt sich auch gut zu einem späteren Termin unter weniger idealen Bedingungen aussäen.