DEKALB informiert: Vegetationsbeginn im Winterraps 01.03.2019

DEKALB informiert: Vegetationsbeginn im Winterraps

 

Rückblick: Der Winter 2018/2019

Auch wenn uns der Januar mit niedrigen Temperaturen und insbesondere im Süden mit heftigen Schneefällen in Erinnerung bleiben wird, ist der zurückliegende Winter in den meisten Regionen als ungewöhnlich mild zu bezeichnen. Insbesondere die warmen Temperaturen und die überdurchschnittliche Sonnenscheindauer im Februar haben zu einem vergleichsweise frühen Wachstumsbeginn der Rapsbestände geführt.

 

Die richtige Pflanzenbaupraxis im Herbst schützt vor Auswinterungsverlusten.

Winterraps ist eine vergleichsweise winterfeste Pflanze, die mit Temperaturen von bis zu -20 °C zurechtkommt. Im Idealfall bildet die Rapspflanze vor dem Winter 8 bis 12 Laubblätter aus und erreicht einen Wurzelhalsdurchmesser von mindestens 10 mm. Eine Streckung des Vegetationskegels vor Winter sollte nicht stattfinden, um Schäden durch Frost zu vermeiden.

Den Grundstein für eine gute Überwinterung der Rapsbestände wird deshalb im Herbst gelegt. Durch eine gewissenhafte Saatbettbereitung, einen passenden Saattermin sowie die Wahl einer frohwüchsigen Hybridsorte kann eine gute Einzelpflanzenentwicklung im Herbst gefördert werden.

Besteht bei wüchsiger Herbstwitterung die Gefahr, dass der Bestand überwächst, sollte durch eine gezielte Wachstumsreglermaßnahme (z.B. mit Tilmor) die Stengelstreckung vor Winter verhindert werden. 

 

DK Exception überzeugt nicht nur durch seine ungewöhnlich hohen Erträge und seine Ertragsstabilität, sondern hat in der Vergangenheit auch immer wieder seine gute Winterhärte gezeigt.

 

DK Expansion ist eine ertragsstarke Sorte mit hohem Ölgehalt, welche sich aufgrund der zügigen Jugendentwicklung auch für schwierige Aussaatbedingungen eignet.

 

Eine besondere Herausforderung in diesem Rapsjahr war die ausgeprägte Trockenheit zur Rapsaussaat, welche in vielen Regionen ein spätes und oftmals verzetteltes Auflaufen der Rapspflanzen zur Folge hatte. Bei vielen Beständen wurde deshalb bereits wenige Wochen nach der Aussaat über einen Umbruch nachgedacht. Wurde sich gegen einen Umbruch entschieden und der Bestand fortgeführt, hat der lange warme Herbst und der milde Winter glücklicherweise dazu beigetragen, dass die Rapspflanzen auf solchen Problemschlägen ihren Entwicklungsrückstand etwas aufholen konnten und Auswinterungsverluste ausgeblieben sind.

 

Schwach entwickelter, lückiger Rapsbestand in Süddeutschland

Gut entwickelter Rapsbestand in Norddeutschland