Frühe Stickstoffgabe im Winterraps 05.03.2019

Frühe Stickstoffgabe im Winterraps

In vielen Fällen wurde die gute Befahrbarkeit der Flächen in den letzten Wochen genutzt, um mit der Andüngung der Rapsbestände zu beginnen. Insbesondere bei schwach entwickelten Bestände sollte der diesjährig frühe Vegetationsbeginn genutzt werden, um die vegetative Einzelpflanzenentwicklung zu fördern. Den ersten Düngungsmaßnahmen vorausgehen sollte unbedingt die individuelle Düngebedarfsermittlung. Auffällig sind in diesem Jahr hierbei vielerorts die ungewöhnlich hohen Nmin-Werte, welche bei der Stickstoffbedarfsermittlung zu berücksichtigen sind. Bewährt haben sich im Winterraps zeitige Stickstoffgaben zu Vegetationsbeginn sowie zum einsetzenden Längenwachstum. Ziel ist es, dass der sehr hohe Stickstoffbedarf während des sehr hohen Biomassezuwachses vor der Blüte ausreichend gedeckt ist um Phänomene wie die im letzten Jahr häufig aufgetretene Physiologische Knospenwelke zu verhindern.

 

Neben einer ausreichenden Stickstoffversorgung sollte auch einer frühzeitig Schwefelversorgung Beachtung geschenkt werden (je nach Standort 25 bis 50 kg/ha). Darüber hinaus sollte auch die Versorgung mit anderen wichtigen Nährstoffen wie Phosphor, Kalium, Magnesium und Calcium sowie den Mirkonährstoffen (insbesondere Bor & Mangan) sichergestellt werden.

Neben den absoluten Nährstoffmengen, wird auch die bestmögliche Nährstoffausnutzung ein immer wichtigerer Erfolgsfaktor im Rapsanbau. So kann beispielsweise durch die Minimierung von N-Verlusten bei der Ausbringung von organischen Düngern wie auch die Wahl von besonders N-Effizienten Hybriden die Nährstoffausnutzung -trotz zunehmender Restriktionen hinsichtlich N-Düngung- optimiert werden.