Verluste durch Lager mit DEKALB ® reduzieren 09.05.2019

Ursachen, Probleme und Folgen von Lager im Raps

 

Das Lagerrisiko im späten Frühjahr und Sommer ist von vielen Faktoren abhängig: genetische Veranlagung der Pflanze, Bestandesdichte, Witterung, Stickstoffdüngung, Entwicklung der Einzelpflanzen und Wurzelarchitektur, Schädlinge und Krankheiten. Wenn ein Bestand großflächig ins Lager geht, wird die Ernte stark erschwert. Der Bestand reift nicht homogen ab, sodass Erträge und Ölgehalt sinken. Gleichzeitig bereitet ein verstärktes Auftreten von Durchwuchs in vielen Fällen Probleme. Der Landwirt braucht mehr Zeit und Geld für die Ernte, weiterhin kann das Erntegut einen erhöhten Feuchtegehalt und Besatz aufweisen. Wenn Bestände in großflächigen Nestern umknicken, sind Ertragsverluste von bis zu 50 Prozent möglich.

 

Ein Bestand ist lagergefährdet, wenn er:

  • mit einer zu hohen Aussaatstärke gesät wurde oder eine Vielzahl von Durchwuchsrapspflanzen dazu führen, dass die Einzelpflanzen schwach entwickelt sind (dünne Stängel) und sich gegenseitig in die Höhe treiben
  • unter ungünstigen Witterungsbedingungen leidet (schwere Niederschläge oder Sommergewitter)
  • durch einen Befall mit Schädlingen im Raps (z.B. Stängelrüssler) oder sehr hoch ansetzende Verzweigungen hinsichtlich seiner Stabität negativ beeinflusst wird
  • ein früher Vegetationsbeginn zu einem frühen Einsetzen des Längenwachstums im Frühjahr führt und die Standfestigkeit unzureichend durch Wachstumsreglermaßnahmen abgesichert wird

 

Auch Rapskrankheiten können einen Bestand ins Lager zwingen:

  • Eine Phoma-Infektion kann durch das Vermorschen des Wurzelhalses sowohl vor als auch nach der Blüte zu Umfallern führen. Die Rapssorten von DEKALB® sind dank RLM7-Gen mit Phoma-Doppelresistenz gut vor der Krankheit geschützt.
  • Rapskrebs (Sklerotinia) und krankhafte Abreife (Verticillium) können ebenfalls zu phytosanitärem Lager führen. Für diese Krankheiten gibt es derzeit keine genetische Züchtungslösung, weshalb es sich empfiehlt, zum richtigen Zeitpunkt während der Blüte ein Fungizid zu spritzen und das Ausgangsinokulum im Boden durch eine entsprechende Raps-Fruchtfolge zu reduzieren.

 

Die Zukunft: Eine gute Standfestigkeit durch eine gezielte Pflanzenzüchtung

 

Neben der laufenden Züchterarbeit und dem Screening hinsichtlich verschiedener Resistenzeigenschaften führt DEKALB® groß angelegte Sortenprüfungen auf Praxisbetrieben unter unterschiedlichen Bedingungen durch und wählt dann die besten Hybriden aus. Zu den erwünschten Eigenschaften für eine verbesserte Standfestigkeit zählen robuste Stängel, eine gute Spross- und Wurzelarchitektur, eine gute Pflanzengesundheit.

 

Was können Landwirte tun um sich vor Ernteverlusten durch Lager zu schützen?

  1. Die Wahl einer Sorte mit geringer Lagerneigung & geringer Phomaanfälligkeit (RLM7)
  2. Ein konsequentes Ausfallrapsmangagement, um Probleme verursacht durch Durchwuchsraps zu minimieren (Bodenbearbeitung, hohe Schotenplatzfestigkeit)
  3. Eine an Aussaattermin, Sorte, Witterungs- und Standortbedingungen angepasst Aussaatstärke
  4. Angepasste Fungizid-/Wachstumsreglermaßnahmen im Herbst und Frühjahr

 

DEKALB® Empfehlung: Treffen Sie schon mit der Sortenwahl die richtige Entscheidung, um das Risiko für lagerbedingte Verluste zu reduzieren. Die gute Standfestigkeit, geringe Phomaanfälligkeit (RLM 7) und hohe Schotenplatzfestigkeit sind Eigenschaften, welche besonders die DEKALB®-Sorten DK Exception, DK Expansion, DK Exlibris und DK Exima (NEU!) auszeichnen.