Die Bedeutung der Schotenplatzfestigkeit 29.06.2018
  • Die genetisch eingebaute Schotenplatzfestigkeit der DEKALB® Hybriden kann Ihre Ernteverluste drastisch reduzieren. Nicht nur verbessern sich die Erträge, sondern auch der Druck durch den Ausfallraps wird reduziert.
  • Dies ist besonders wichtig für einen homogenen Bestand, der gegen Sommerstürme und Hagel, witterungs- oder arbeitskraftbedingte Ernteverzögerungen oder suboptimale Druschbedingungen geschützt sein sollte.
  • Schotenplatzfestigkeit ist für den Erzeuger aber auch dann entscheidend, wenn der Bestand erst spät die Blüte erreicht oder heterogen abreift, sodass nicht alle Schoten gleichzeitig druschreif sind. Eine schotenplatzfeste Sorte gibt dem Erzeuger die Flexibilität, zum richtigen Zeitpunkt verlustfrei zu ernten.
  • Mit DEKALB zahlt sich der Rapsanbau aus: Selbst bei geringem Ausfallrisiko können die DEKALB® Hybriden bei einer Verzögerung des Erntetermins um 6 bis 7 Tage beträchtlich höhere Erträge erreichen als nicht schotenplatzfeste Sorten.
  • Weniger Spritzen schont die Umwelt. Die DEKALB® Hybriden kommen ohne Schotenkleber oder Sikkationsmittel aus und reduzieren neben den Spritzkosten auch die mechanisch bedingten Kulturschäden, da der Bestand kurz vor der Ernte nicht mehr mit Spritze oder Schlepper überfahren werden muss.

 

Bei Schotenplatzen ist folgendes zu befolgen:

Beim Raps platzen die Schoten zwar schneller als bei anderen Kreuzblütlern, doch es ist ganz natürlich, dass die Ausfallneigung unter den reinen Sorten variiert. „Im Vergleich zu der Eigenschaft, die unsere DEKALB® Züchter schon vor über 10 Jahren in unserem modernen Hybrid-Züchtungsprogramm erkannt haben, ist das aber gar nichts“, erklärt Dirk Hyndrikx von der technischen Entwicklung bei DEKALB® Deutschland.

 

Ein nützlicher Nebeneffekt des Ogura-Hybridisierungssystems bildete damals die Grundlage für das DEKALB® Züchtungsprogramm. Bei Züchtungsarbeiten an dem so wichtigen Fruchtbarkeits-Wiederherstellungs-Gen für den männlichen Elternbestand im Hybridsystem wurde ein Genkomplex entdeckt, in dem sich ein Gen mit stark ausgeprägter Schotenplatzfestigkeit befand. Daher war DEKALB® diese Eigenschaft schon weit vor den Hybridprogrammen der Mitbewerber bekannt, und zwar hauptsächlich von geringen Ausfallpopulationen nach der Ernte auf unseren Versuchsparzellen. Diese Eigenschaft haben wir erhalten, während unerwünschte begleitende Charakterzüge (z. B. ein hoher Glucosinolatgehalt) herausgezüchtet wurden. DEKALB® konnte die Eigenschaft innerhalb unseres Züchtungsprogramms zurückverfolgen und erfolgreich in unseren Zuchtlinien implementieren. JEDE DEKALB® Hybride auf dem deutschen Markt hat diese genetische Schotenplatzfestigkeit.

 

Unsere Züchter und technischen Entwicklungsteams haben viel Zeit in die Quantifizierung dieser Eigenschaft investiert. Daher können wir ihre Wirkung und ihre kommerziellen Vorteile für den Erzeuger bestätigen. Annalena Quathamer von der technischen Entwicklung bei DEKALB® erklärt: „Unabhängige Labormessungen zum Kraftbedarf beim Schotenplatzen, Versuche mit absichtlich verspäteter Ernte, Aufzeichnungen zu Feldversuchen mit widrigem Erntewetter, Messungen der Ausfallpopulation bei Praxisversuchen sowie stichprobenartige Schlagprüfungen an Rapsschoten auf dem Feld haben ergeben, dass schotenplatzfeste Hybriden vor und bei der Ernte deutlich weniger Samen verlieren als andere führende Sorten.“

 

DK Exception, DK Expansion, DK Exlibris und DK Platinium sind typisch 2,5-mal schotenplatzfester als die Sorten der Mitbewerber: Bei den Versuchen mit verspäteter Ernte betrugen die Ertragsverluste hier zwischen 0 und 4 %, während die Hybriden der Mitbewerber ohne die Eigenschaft auf 12 bis 26 % kamen. Darüber hinaus haben europäische Praxisversuche bei DEKALB® Hybriden selbst ohne widrige Witterung oder andere erschwerte Bedingungen kurz vor der Ernte einen 10-fachen Rückgang des ausfallbedingten Durchwuchses festgestellt.

 

Und in dieser Saison?

Für Landwirte und Agrarwissenschaftler war im Frühjahr zu beobachten, dass viele Rapsbestände in ganz Deutschland durch die physiologischen Knospenwelke oder Insektenschäden verspätet oder gar nicht zur Blüte kamen. Rapspflanzen haben jedoch ein hohes Kompensationsvermögen, sodass einige Pflanzen auf den betroffenen Feldern tatsächlich verspätet blühten. Die Folge ist eine heterogene Schotenabreife in vielen Regionen, die einigen Erzeugern mit nicht schotenplatzfesten Hybriden oder Sorten bei der Ernte Probleme bereiten dürfte. Da die Sikkation mit Glyphosat – trotz deren Vorteile für die Ernteperiode unter widrigen Bedingungen – in Deutschland verboten ist, muss der Erzeuger warten, bis auch die späten Schoten druschreif sind, und riskiert dabei, dass die früher reifen Schoten aufplatzen und sich daraus Ertragsverluste, Ernteprobleme, höhere Kosten für die Bekämpfung der Auflaufpflanzen und insgesamt ein Rückgang der Rentabilität ergeben. Wer sich als Erzeuger in dieser Saison mit einer ähnlichen Situation konfrontiert sieht, aber die aktuellen ertragsstarken DEKALB® Hybriden wie DK Exception, DK Expansion oder DK Exlibris angebaut hat, kann definitiv ruhiger schlafen, weil das Resistenzgen in allen DEKALB® Hybriden einen viel effektiveren Ausfallschutz gewährleistet und dem Erzeuger ein breiteres Erntefenster eröffnet bzw. auch eine Verzögerung der Ernte verträgt, bis alle Schoten verlustfrei druschreif sind.

 

Mehr Information zur Schotenplatzfestigkeit, finden Sie hier: 

https://de.dekalb.ag/loesungen-raps/schotenplatzfestigkeit

 

Das gesamte DEKALB Raps-Porfolio finden Sie hier:

https://www.dekalb.de/raps/sortenuebersicht