Landwirtschaftliches Update: DEKALB® Rapshybriden reduzieren Lageranfälligkeit 24.05.2018

Die Ursachen und Probleme

Die Lageranfälligkeit im späten Frühjahr oder Sommer kann durch viele Faktoren beeinflusst werden, einschließlich der genetischen Ausstattung, der Aussaatstärke, den Wetterbedingungen, der Stickstoffdüngung, der Blattflächen- und Wurzelentwicklung, Insektenschäden und Krankheiten. Stark lagernder Raps kann extreme Probleme bei der Ernte verursachen, mit geringerem Ernteertrag und Ölgehalt sowie stärkerem Auftreten von Ausfallraps und Unkräutern in der Vorerntephase. Mit rund 1,3 Mio. Hektar Gesamtanbaufläche müssen Raps anbauende Landwirte beachten, dass standortabhängig Ertragsverluste bis zu 50 % durch Lager auftreten können.

 

Wie hoch ist das Risiko dieses Jahr?

Die meisten Regionen Deutschlands verzeichneten hohe Niederschlagsmengen und feuchte Böden im Herbst und Winter. Dadurch gibt es in diesem Frühjahr viele Rapspflanzen mit weniger gut entwickelten Wurzelsystemen. Die Blattflächenentwicklung ging langsamer vonstatten, sodass die Pflanzen nicht so groß bzw. weit entwickelt sind wie in anderen Jahren. Die Lageranfälligkeit ist dadurch geringer, die krankheitsbedingten Risiken aber sind noch unklar!

 

Die häufigsten Krankheitserreger führen zu lagerndem Raps

Wurzelhals- und Stängelfäule (Phoma) kann zu Lager nach der Blüte führen. Das zweifach resistente Gen RLM7 in DEKALB® Rapshybriden, unterstützt durch eine hohe polygene Zuchtresistenz, schützt zuverlässig vor der Krankheit. Für Weißstängeligkeit (Sclerotinia) und Rapswelke (Verticillium), die zu Lager führen können, gibt es noch keine genetische Zuchtlösung. Die beste landwirtschaftliche Praxis ist das Ausbringen von Fungiziden während der Blüte zur empfohlenen Zeit (Weißstängeligkeit) und das Einhalten der Fruchtfolge, um die bodenbürtige Verticilliumkonzentration zu senken.

 

Die Zukunft – Eine erhöhte Resistenz und bessere Anbaustrategien für die Landwirtschaft

Neben einem fortlaufenden Zucht- und Auswahlprogramm zur Krankheitsresistenz testet unser Forschungsteam unsere Hybriden auch auf „Stress“ unter sehr schwierigen Bedingungen (mit hohen Stickstoffgaben, hoher Aussaatstärke und früher Aussaat), um die besten Hybride auszuwählen. Eigenschaften, die bei der Auswahl eine Rolle spielen, sind Stängelfestigkeit, starke Wurzelbildung für verbesserten Halt, optimierte Blattflächenentwicklung, Reaktion auf Wachstumsregulatoren und Aussaatstärke. All diese Eigenschaften senken die Lageranfälligkeit; alle Tests finden unter realen Bedingungen auf großen Flächen statt.

 

Die Tests haben gezeigt, dass eine gute Blattflächen- und Wurzelentwicklung des Rapses wichtig für eine gute Ernte und geringe Lageranfälligkeit ist. Manchmal wächst der Bestand (besonders bei hoher Aussaatstärke) mehr in die Breite und Höhe als beabsichtigt, was zu vielen dünnen, schwachen Stängeln und einer erhöhten Lageranfälligkeit führt. Angepasste landwirtschaftliche Lösungen sind nötig, um eine solche Situation zu vermeiden. Der beste Weg, eine dichte Blattfläche zu erreichen, ist es, den DEKALB®-Empfehlungen für die Hybriden zu folgen hinsichtlich der Aussaatstärke, dem Einsatz von Wachstumsregulatoren sowie dem Verständnis von Stickstoffwirksamkeit und -verfügbarkeit im Boden. Dieser Ansatz, in Kombination mit der Nutzung qualitativ hochwertiger DEKALB® Rabshybriden mit angepassten genetischen Eigenschaften für kräftigen Wuchs, unterstützt Landwirte dabei, die Lageranfälligkeit effektiv zu senken. Unsere wichtigsten Rapshybriden, DK Exception, DK Expansion, DK Exlibris und DK Platinium, stehen alle für hohe Standeigenschaften, Stängelfestigkeit und geringe Lageranfälligkeit.

 

DEKALB® Rapshybriden. Starker Wuchs, Resistenz gegen die wichtigsten Rapskrankheiten, Standfestigkeit und geringe Lageranfälligkeit, für eine leichte Ernte und sicheren Ertrag auch unter schwierigen Bedingungen.