DEKALB®-Tipps für die Raps-Unkrautbekämpfung im Herbst 31.10.2018

Im Herbst zielt die gute fachliche Praxis auf einen gesunden Bestand ab, der nach dem Feldaufgang mit der angestrebten Aussaatstärke und acht bis neun Hauptblättern in den Winter geht. Dazu müssen Problemunkräuter effektiv bekämpft werden. Beim Winterraps hat die Unkrautbekämpfung dasselbe Ziel wie bei allen anderen Früchten: unkrautbedingte Ertragsverluste vermeiden, die Ernte erleichtern, die Verschleppung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen einschränken, die Verunkrautung der Folgefrucht reduzieren und möglichst sauberen Raps ernten.

 

Probleme bei der Unkrautbekämpfung in Rapsbeständen

 

Die Bedrohung durch Gräser in vielen Fruchtfolgen wird begleitet von zunehmenden Problemen durch die schwer zu kontrollierenden Kreuzblütler im Rapsbestand. Die Etablierung der Pflanzen kann von Jahr zu Jahr und Feld zu Feld variieren. Wüchsige Bestände reagieren weniger empfindlich auf Unkrautdruck und vertragen oft auch eine umfangreiche Verunkrautung mit niedrig wachsenden Pflanzen wie Ehrenpreis (Veronica spp.) oder Hirtentäschel (Capsella), ohne Ertragseinbußen hinnehmen zu müssen. Wenn der Bestand im Frühsommer jedoch durch Unkraut beschattet wird, ist der Konkurrenzdruck erheblich höher. Verantwortlich dafür sind unter anderem Klettenlabkraut (Galium), Gänsedistel (Sonchus spp.) oder Mohn (Papaver). Unkrautdurchsetztes Erntegut ist oft auf Ackersenf (Sinapis arvensis) und Ackerrettich (Raphanus raphanistrum) zurückzuführen. Da diese Pflanzen eng mit der Rapspflanze verwandt sind, ist die selektive Bekämpfung problematisch. Problemunkräuter müssen effektiv bekämpft werden, damit der Rapsbestand möglichst unkrautfrei ist und sich die Unkrautpopulationen nicht innerhalb der Fruchtfolge ausweiten können.

 

Die DEKALB® Rapshybriden – darunter Marktführer wie DK Exception, DK Expansion sowie neuere Sorten wie DK Expedient – zeichnen sich durch ihre Wüchsigkeit aus und kommen daher besser mit Problemunkräutern zurecht. Darüber hinaus erzielen sie stabile Leistungen auch unter erschwerten Anbaubedingungen.

 

Die Sicht der Praktiker:

In diesem Herbst sind zahlreiche Landwirte in ganz Deutschland mit einer problematischen Unkrautbekämpfung konfrontiert, die auf die trockenen Böden und schwachen Niederschläge des Spätsommers zurückzuführen sind. Daraus resultieren in vielen Regionen eine späte Keimung des Ausfallgetreides und das verzögerte Auflaufen anderer breitblättriger Unkrautarten in den noch jungen Beständen. Obendrein waren die Möglichkeiten zur Unkrautbekämpfung vor der Aussaat in dieser Saison begrenzt, da die meisten Unkräuter nicht rechtzeitig in der Stoppel aufgelaufen waren. Stattdessen müssen viele Landwirte jetzt die schwierige Entscheidung treffen, wie sie die Begleitflora in der Kultur bekämpfen.

 

 

 

Annalena Quathamer, Expertin von der technischen Entwicklung bei DEKALB, erklärt:

 

„Aufgrund der aktuellen Lage zeigen die Landwirte, mit denen wir in den letzten Wochen gesprochen haben, verstärktes Interesse an zukünftigen Möglichkeiten zur Unkrautbekämpfung in der Kultur. Der erhöhte Anteil an Ausfallpflanzen, der sich in den jungen, etablierten Rapsbeständen durchsetzt, dürfte vielen Landwirten im Herbst Probleme bereiten. Andere Landwirte, die sich bereits für unsere DEKALB® Clearfield-Sorten entschieden haben, können in diesem Herbst auf eine effektive Bekämpfung der Problempflanzen mit Clearfield hoffen.“

 

Herbizidprogramme

 

Konventionelle Herbizide müssen oft mehrfach ausgebracht werden.

Der im Herbst gesäte Raps wird meist im Vorauflauf oder – wenn die vom Hersteller empfohlene Ablagetiefe nicht erreicht wurde – auch früh im Nachauflauf mit einem Herbizid oder einer Wirkstoffkombination behandelt, um breitblättrige Unkräuter zu kontrollieren und die Gräserbekämpfung zu unterstützen. Darauf folgt häufig eine Nachauflaufbehandlung zur Bekämpfung des Ausfallgetreides, die effektiv verlaufen muss, damit sich die Schwarzbeinigkeit (Gaeumannomyces graminis var. tritici) bei Weizen und Gerste in der Fruchtfolge nicht fortsetzen kann. Darüber hinaus sind oft weitere Herbizidbehandlungen im Nachauflauf notwendig, um Unkrautprobleme durch resistenten Ackerfuchsschwanz bzw. Italienisches Weidelgras und besondere Problempflanzen wie Ackersenf (Sinapis arvensis), Ackerrettich (Raphanus raphanistrum), Gänsedistel (Sonchus spp.) und Klettenlabkraut (Galium) zu bekämpfen. Bei konventionellen Programmen sind drei oder vier Behandlungen im Herbst also nichts Ungewöhnliches.

 

Die DEKALB® Clearfield-Winterrapssorten

 

Clearfield® Produkte bieten eine ausgezeichnete Möglichkeit der Unkrautbekämpfung. Unsere Clearfield-Winterrapssorten reagieren tolerant auf Imidazilinone (z. B. Imazamox) und ermöglichen effektive Alternativstrategien für die Bekämpfung breitblättriger Unkräuter. Das Clearfield®-System ist eine Kombination aus hochwertigen DEKALB-Rapshybriden und innovativer, exklusiver Unkrautbekämpfung.

 

Bei den DEKALB®-Hochleistungssorten wie DK Imperial CL und DK Impressario CL handelt es sich um konventionelle Hybriden, die speziell für die Anwendung des Clearfield®-Herbizids gezüchtet werden. Ergänzend dazu wirken unsere ertragssichernden DEKALB®-Eigenschaften wie das RLM7-Gen für Phoma-Doppelresistenz, Schotenplatzfestigkeit, aber auch ein spezielles Sortenprofil mit guter Wüchsigkeit und rascher Herbstentwicklung.

 

Das Clearfield®-Herbizid bekämpft bereits bei einmaliger Nachauflaufbehandlung die meisten breitblättrigen Unkrautarten im Raps, darunter auch die problematischen Kreuzblütler. Es ermöglicht einen flexiblen Nachauflauftermin zur Bekämpfung von Unkrautarten mit einem bis vier Hauptblättern für eine bessere Verteilung der Arbeitsgänge und bekämpft dabei Ausfallgetreide, Trespen, Flug-Hafer und Weidelgras im behandelten Bestand. Clearfield® eignet sich für alle Anbausysteme, selbst wenn die Saatbettqualität eine sichere und effektive Vorauflaufbehandlung mit Herbiziden verhindert. Durch die schnelle, effektive Unkrautbekämpfung begünstigt es den Aufwuchs der jungen Rapspflanzen.

 

Helge Jakubowski, Marketingmanager Raps: „Laut einer groß angelegten Studie, die DEKALB kürzlich unter 120 Erzeugern in Großbritannien durchgeführt hat, wird sich die Clearfield-Anbaufläche in diesem Herbst gegenüber 2018 um 110 Prozent vergrößern, da fast doppelt so viele Betriebe die Aussaat von Clearfield-Sorten planen. Da zu erwarten ist, dass widrige Witterungen und erschwerte Anbaubedingungen in der Zukunft zunehmen, dürften sich auch in Deutschland immer mehr Landwirte für unsere Clearfield-Hybriden wie DK Imperial CL und DK Impressario CL entscheiden, um sich mehr Flexibilität und weitere Möglichkeiten bei der Bekämpfung von Unkräutern und Ausfallpflanzen in der Kultur zu verschaffen.“

 

Mit Clearfield® steht dem Landwirt ein umfassendes Unkrautbekämpfungssystem für die Herbstbehandlung der Rapsbestände zur Verfügung. Selbst schwer kontrollierbare Unkrautsorten werden zuverlässig beseitigt, sodass sich Raps auch auf stärker verunkrauteten Schlägen lukrativ anbauen lässt.

 

Argumente für Clearfield® – die ultimative Unkrautbekämpfung im Raps.

 

1. Gute Frühentwicklung

Das ideale System für Bestände, die durch Sulfonylharnstoff-Herbizidreste aus früheren Beständen belastet sind oder trotz Stresssituation einen Ertragsvorsprung erreichen sollen

2. Flexibilität für eine spätere Behandlung im Herbst

Das Herbizid wirkt bei der späteren Behandlung im Herbst am besten nach dem Auflaufen der Begleitflora, sodass die Behandlung bei sichtbarem Unkrautbestand erfolgen kann

3. Breitestes Unkrautbekämpfungsspektrum

Geeignet für zahlreiche problematische Unkrautarten im Rapsbestand

4. Minimales Risiko bei der Ernte

Reduziert die Gefahr einer Erucasäure-Kontamination durch Problempflanzen und erucareichen Ausfallraps

 

 

Unsere DEKALB-Experten beraten Sie natürlich gerne persönlich zur Unkrautbekämpfung. Nehmen Sie Kontakt mit den Ansprechpartnern in Ihrem Bundesland auf!