DEKALB Empfehlung zur Aussaat: Das richtige Einstellen der Sämaschine

20.04.2018

Ein guter Start! Für eine gute Maissaison.

 

Solide Aussaat-Empfehlungen für eine optimale Bestandsetablierung. Durch die Anwendung der guten fachlichen Praxis in Verbindung mit der Nutzung optimierter Aussaatverfahren im Mais können bis zu 50 Prozent des Ertrags beeinflusst werden:

  • Ablagetiefe: 25 bis 50 mm
  • Generell ist auf eine möglichst geringe Bodenverdichtung zu achten, um Bodenschadverdichtungen zu vermeiden. Eine an die Bodenverhältnisse angepasste Aussaat kann helfen, Bodenschadverdichtungen zu vermeiden.
  • Bodentemperatur: > 10 °C
  • mit einer neuen, entsprechend angepassten Einzelkornsämaschine.

 

1. Wählen Sie eine für Ihre Region geeignete Sorte.

Die richtige Wahl der Hybride.

 

DEKALB-Sorten haben ihre Leistungsstabilität unter diversen Witterungsbedingungen bewiesen. Bei Ihrem Händler vor Ort können Sie sich zur Wahl der richtigen Hybride für Ihren Betrieb beraten lassen. Ihren örtlichen DEKALB-Vertreter erreichen Sie auf www.dekalb.de.

 

 

2. Der Erfolg Ihres Maisanbaus beginnt bereits mit der passenden Aussaatstrategie und dem Ziel eines möglichst homogenen Feldaufgangs.

Ein gleichmäßig auflaufender Bestand ist dabei entscheidend.

Ein gleichmäßig auflaufender Bestand ist im Maisanbau besonders wichtig, um den maximalen Ertrag erwirtschaften zu können:

 

  • Bei heterogenen Beständen können die Verluste im Extremfall 10 bis 20 Prozent erreichen.
  • Die Auswirkungen von Konkurrenzdruck sind bei dichter stehenden Pflanzen (z. B. im Silomais) oft deutlich zu erkennen.
  • Später auflaufende Pflanzen bilden meist schwächere Stängel und kleinere Kolben aus. Das kann Ertrags- und Qualitätseinbußen bedeuten und zusätzlich Probleme mit der Standfestigkeit nach sich ziehen.

 

 

3. Bevor wir uns mit der Aussaat befassen, muss die Sämaschine zunächst einsatzbereit und in ordnungsgemäßem Zustand sein.

Die richtige Wartung der Sämaschine.

Die Routinewartung der Sämaschine ist entscheidend für eine reibungslose Maisaussaat. Prüfen Sie vor der Aussaat, ob:

 

  • die Sämaschine frei von Verstopfungen und Blockaden ist und die Druckluftanlage einwandfrei arbeitet bzw. keine Leckstellen hat
  • der Reihenabstand stimmt (einstellbare Einzelkornsämaschinen)
  • alle Säaggregate ausgerichtet und alle beweglichen Teile geschmiert sind
  • die Schare scharf und auf die richtige Tiefe eingestellt sind und die Andruckrollen für einen ordnungsgemäßen Bodenschluss sorgen
  • die Reifen in einwandfreiem Zustand und richtig aufgepumpt sind

 

Während der Aussaat sind zu prüfen:

  • Ablagetiefe (siehe unten)
  • Aussaatstärke und Legeabstand gemäß empfohlenen Sämaschineneinstellungen und DEKALB-Empfehlungen zur gesäten DEKALB-Sorte (siehe Tabelle unten)
  • Vereinzelung: Stellen Sie sicher, das es zu keinen Doppel- oder Fehlstellen kommt. Prüfen Sie die Einstellungen der Dosierräder, den Unterdruck sowie die Einstellung der Abstreifer.

 

 

4. Ihre Arbeit auf dem Acker entscheidet maßgeblich über den Erfolg Ihres Betriebes.

Achten Sie auf eine gute Saatbettbereitung.

 

  • Guter Kontakt zwischen Saatgut und Boden begünstigt einen schnellen Feldaufgang, beschleunigt die Bestandsetablierung und fördert die Frühentwicklung.
  • Die Deckschicht (10 cm) muss schön locker sein, damit sie schnell abtrocknet und sich erwärmen kann.
  • Der Saathorizont muss etwas fester sein, um die Bodenfeuchte halten zu können.
  • Das Saatbett muss flach und eben sein, um eine präzise Saatgutablage zu gewährleisten. Bei zu nassem Boden kann es zur Klutenbildung kommen.
  • Das Saatbett darf nicht zu fein sein, andernfalls sind Bodenerosion und Verkrustung nach schweren Niederschlägen möglich.
  • Bei erhöhtem Risiko von Dürreperioden sollte die Bodenbearbeitung reduziert erfolgen, damit der Boden nicht zu sehr austrocknet.
  • Durch Walzen des Saatbetts wird der Kontakt zwischen Saatgut und Boden begünstigt (gilt besonders für klutige Böden) und bei relativ hoher Trockenheit im Frühjahr kann die Bodenfeuchte besser gehalten werden.

 

Saatzeitpunkt bei Mais gut planen

Bei einer Bodentemperatur von 10 °C auf etwa 50 mm Tiefe sind die Voraussetzungen für die Aussaat ideal. Wenn die Umgebung des Saatguts zu kalt und nass ist, kann das Saatgut faulen und die Standfestigkeit der Pflanzen beeinträchtigen.

 

Ideale, präzise Ablagetiefe

Ein Bereich, der beim Maisanbau oft übersehen wird, ist die Anpassung der Ablagetiefe an die Anbaubedingungen. Bei schweren Böden sind 25 bis 40 mm Ablagetiefe optimal, da der Boden feuchter ist. Bei leichteren Böden muss das Saatgut bis zu 50 mm tief abgelegt werden, damit der Wasserzugang gewährleistet ist. Wenn das Frühjahr eher trocken verläuft, sollte ebenfalls tiefer abgelegt werden, da das Saatgut zu nah an der Oberfläche schnell austrocknen kann.

 

Saatstärke anpassen

Die optimale Saatstärke ermitteln Sie mithilfe unserer Empfehlungen zur Hybriden-Aussaatstärke auf www.dekalb.de (bei der Lokalisierung => Link zum Kalkulator).

 

Wenn Sie die Saatstärke oder Bestandesdichte nach der Aussaat bzw. nach dem Feldaufgang prüfen möchten, finden Sie die Anzahl der Körner und aufgelaufenen Pflanzen gemäß gewünschter Dichte, Reihenabstand und voraussichtlichem Feldaufgang in der folgenden Tabelle:

 

Einstellung der Aussaatstärke an der Einzelkornsämaschine – Korn-/Pflanzenabstand in cm
Angestrebte Bestandesdichte (Pflanzen/ha) Reihenabstand
37,5 cm 75 cm 80 cm
Voraussichtlicher Feldaufgang
100% 95% 90% 100% 95% 90% 100% 95% 90%
60,000 44,4 42,2 40,0 22,2 21,1 20,0 20,8 19,8 18,8
70,000 38,1 38,1 34,3 19,0 18,1 17,1 17,9 17,0 16,1
80,000 33,3 31,7 30,0 16,7 15,8 15,0 15,6 14,8 14,1
90,000 29,6 28,1 26,7 14,8 14,1 13,3 15,6 14,8 14,1
100,000 26,7 25,3 24,0 13,3 12,7 12,0 12,5 11,9 11,3

 

 

Warum die Maschine vorbereiten, wenn man sie doch perfekt eingestellt in die Halle gestellt hat? Eine sachgerechte Lagerung der Sämaschine ist außerhalb der Saison unbedingt notwendig. Bei Nichtgebrauch sind Sämaschinen und Zugmaschinen der unerbittlichen Witterung ausgesetzt. UV-Strahlung und Frost können sommers wie winters zu Schäden an Kunststoff- und Gummiteilen führen. Feuchtigkeit hinterlässt ganzjährig Rost an Metallteilen, und selbst in der Halle setzt sich Staub auf den Maschinen ab. So kann es schnell geschehen, dass die Maschine, die im Vorjahr einsatzbereit abgestellt wurde, in der neuen Saison nicht mehr einwandfrei arbeitet.

 

Tipp:

 

  • Reinigen Sie die Sämaschine mit Druckluft, und waschen Sie sie gründlich nach jeder Aussaat. Nach dem Trocknen sollte die Maschine abgeschmiert werden. verschleißanfällige Teile sind vor Korrosion zu schützen.
  • Lagern Sie die Scheiben und den Monitor separat an einem trockenen Ort, der vor Schadnagern geschützt ist.

 

 

Die Vorteile sachgemäßer Wartung:

 

  • „Zeit ist Geld.“ Zunächst einmal sparen Sie Kosten. Wer drohende Mängel vor Beginn der Aussaat erkennt und behebt, muss die Aussaat später nicht wegen entsprechender Schäden unterbrechen.
  • Wer rechtzeitig erkannte Mängel vor Ort behebt, vermeidet schwere Folgeschäden und Maschinenausfälle.

 

 

Wartungsarbeiten vor der Aussaat

 

1. Sichtprüfung

Prüfen Sie die Maschine von allen Seiten auf sichtbare Standschäden (Rost, Nagerschäden, Vogelkot, Staub usw.)

 

2. Ankoppeln an die Zugmaschine und Funktionsprüfung

 

  • Prüfen und schmieren Sie alle Gelenke, um Verschleiß und Geräuschbildung zu vermeiden.
  • Prüfen Sie nach dem Anheben der Sämaschine alle beweglichen/umlaufenden Teile und Lager auf Freigängigkeit

 

3. Wartung

 

  • Beseitigen Sie alle Verschmutzungen (Staub, Spinnweben, Vogelkot usw.).
  • Schmieren Sie alle Schmierstellen mit einem hochwertigen, geeigneten Fett ab. Für die Kettenschmierung empfiehlt sich Graphitspray, da es keinen Staub bindet und keinen Ölschlamm bildet.
  • Demontieren Sie vorsichtig alle festgelaufenen Teile, befreien Sie sie von verstaubtem Fett/Rost, und schmieren Sie sie nach dem Wiedereinbau. Das DEKALB-Entwicklungsteam

 

4. Einstellung der Maschine

  • Montieren Sie die passenden Säscheiben. Achten Sie auf richtigen Sitz.
  • Befestigen Sie den Aussaatcomputer, und stellen Sie die Verbindung zur Zugmaschine her. Prüfen Sie die Funktion und die Optogeber der Säaggregate. Wenn einzelne Zellen nicht erkannt werden, entstauben Sie zunächst den Sensor, und prüfen Sie die Kabel.
  • Prüfen Sie den Reihenabstand zwischen den Säaggregaten (manchmal verändert er sich).
  • Stellen Sie den Legeabstand mit den Zahnrädern an der Antriebswelle nach den DEKALB Empfehlungen zur Aussaat ein.
  • Die richtige Einstellung der Ablagetiefe ist eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Aussaat. Bei ungeeigneten Ablagetiefen kann ein ungleichmäßiger, ungünstiger Feldaufgang die Folge sein. Die Tiefenführungsrollen können festlaufen und müssen auf Freigängigkeit geprüft werden.
  • Stellen Sie die Andruckrollen auf Saatgut und Bodenverhältnisse ein. Vergewissern Sie sich, dass die Federn vorhanden sind.
  • Messen Sie die Länge der Reihenführung, und stellen Sie sie gegebenenfalls ein.

 

 

5. Testlauf

 

  • Beim Abdrehen wird geprüft, ob die Säscheibe das Saatgut richtig aufnimmt.
  • Stellen Sie den Abstreifer auf die Korngröße des Saatgutes ein, um Doppelablagen zu verhindern.

 

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Aussaat!