DEKALB Maissorten werden auf Ihre Stabilität hin geprüft in Bezug auf: Bestockung

01.01.1970

Bestockung beim Anbau von Mais

Wenn der Mais Seitentriebe bildet, wird das Bestockung genannt. Sie ist eine physiologische Reaktion der Maispflanze auf Stress, gute Wachstumsbedingungen oder dem Wechsel von beidem und gehört zum normalen physiologischen Entwicklungsablauf des Maises. 

Obwohl sich in verformten Kolben Schmutz und Krankheitserreger ansammeln können, ist Bestockung normalerweise nicht schädlich für die Maispflanzen. Bei anderen Getreidearten wird die Bestockung sogar oft gezielt durch Stickstoffaufnahme begünstigt, denn sie hängt wie auch im Mais von Faktoren wie dem Standort, der Witterung und der Sorte ab.

Sorten neigen dazu, Seitentriebe zu bilden, wenn im Frühjahr der Haupttrieb aufgrund von Stress geschädigt wurde. Stressfaktoren, die Bestockung begünstigen sind zum Beispiel Kälte, Frost, Herbizide und mechanischer Schaden.

Im Frühsommer, während guten, warmen Wachstumsbedingungen und ausreichender Wasser- und Nährstoffversorgung, kann die Maispflanze in der Streckungsphase gleichzeitig Seitentriebe bilden. Dabei neigen die verschiedenen Maissorten bekanntlich unterschiedlich stark zu Bestockung.

Ertragsauswirkungen sind minimal


Die Ertragsauswirkungen von Bestockung im Mais hängen vor allem von der Nutzungsart ab. Wie auch bei Getreide, kann Bestockung bei Silomais  zum Gesamttrockenmasse-Ertrag beitragen.

Bei Körnermais hat sie keine Ertrags- oder Reifeauswirkungen solange die Seitentriebe keine Kolben ansetzen. Wenn diese nicht verkümmern, kann sich die Reife verzögern. Wenn die Kolben nicht richtig wachsen, können sich dort außerdem Dreck und Krankheitserreger ansammeln.

Neue Untersuchungen belegen, dass keine Assimilations-Stoffe aus dem Haupttrieb in den Nebentrieb verlagert werden, aber der umgekehrte Weg funktioniert. Das heißt, dass Bestockung für die Entwicklung des Maises nützlich sein kann und unter bestimmten Bedingungen gefördert werden sollte.

In der Regel bilden sich die Bestockungstriebe zurück, vor allem wenn sie  nicht größer als 50 cm werden.

Faktoren, die Bestockung begünstigen


Übermäßige Bestockung ist oft ein Zeichen für Probleme in der Bestandsdichte. Wenn diese zu niedrig ist oder die Pflanzen ungleichmäßig verteilt sind, begünstigt dies das Bilden von Seitentrieben.

Darüber hinaus beeinflusst vor allem auch die Wahl des Saatguts die Bestockungsneigung der Pflanzen. Maissorten mit einer hohen Neigung bilden mehr Seitentriebe. Die Einstufung der einzelnen Maissorten von DEKALB finden Sie in der aktuellen Sortenbroschüre.

Ein weiterer wichtiger Faktor, der Bestockung begünstigt, sind die Umweltbedingungen. Sowohl gute Wachstumsbedingungen mit einer guten Nährstoffversorgung, als auch Stress, zum Beispiel durch Kälte und Frost oder Herbizidanwendung, können den Mais dazu bringen, mehr Seitentriebe zu bilden.
Welche Maßnahmen reduzieren Bestockung

Die beste Art, um Bestockung im Mais zu reduzieren, ist, die Bestandsdichte richtig an die Anbaubedingungen anzupassen. 

Außerdem sollten Sie auf Hochleistungsstandorten auf ausgewogene Art und Weise Düngen, um Bestockung zu reduzieren. Herbizide sollten in der Entwicklungsphase bei günstiger Witterung und mit einer geringen Wirkstoffmenge eingesetzt werden.

Auswirkungen von Bestockung

Bestockung hat normalerweise keine ertragsrelevanten Auswirkungen. Bei Körnermais kann sie jedoch die Reife hinauszögern, wenn an den Bestockungstrieben Kolben wachsen und diese sich nicht zurückgebildet haben. Die Seitentriebe der Maispflanzen können jedoch möglicherweise auch als Wasser- und Nährstoffspeicher dienen und diese Ressourcen in den Haupttrieb und seine Kolben umlagern, wenn Nährstoff- und Wasserknappheit eintreten. Deshalb sollte man gut abwägen, ob und wie stark man die Bestockung reduziert.


Wenn Sie zusätzlich eine individuelle Beratung zur Bestockung in ihrem Betrieb brauchen, stehen Ihnen unsere Ansprechpartner hierfür gerne zur Verfügung.


Wenn Sie sich außerdem über weitere Maiskrankheiten und -schädlinge informieren möchten, finden Sie auf unserer Info-Seite hilfreiche Tipps.