DEKALB Maissorten werden auf Ihre Stabilität hin geprüft in Bezug auf: Augenfleckenkrankheit

28.08.2017

Übertragung von Kabatiella zeae

Die Augenfleckenkrankheit (Englisch: Eyespot) wird durch den Erreger Kabatiella zeae verursacht.

Kabatiella zeae überwintert vorzugsweise auf Ernterückständen im Boden. Betroffen sind vor allem pfluglos bestellte Flächen sowie Regionen mit  milden Wintertemperaturen. 

Der Erreger infiziert die Maispflanze meistens im Spätsommer oder Herbst und selten im Frühjahr oder Frühsommer. 

Die Sporen des Pilzes Kabatiella zeae befallen zuerst die älteren Blätter des  Maises nahe des Bodens, meist nach der Blüte bei nass-feuchter Witterung. Auch eine durch Wind bedingte Übertragung von Kabatiella-Sporen benachbarter Felder kann zu einer Infektion führen. 

 

Wie erkennt man die Augenfleckenkrankheit?

Nach der Infektion sind vorerst kleine runde bis ovale Wasserflecken von ca. 3 mm Größe zu beobachten. Der innere Kreis bildet das creme-braun gefärbte, das nekrotische Auge. Es ist umgeben von einem rot-braunen Kreis und häufig auch von einem gelben Hof, der um einiges größer ist. Die einzelnen Augenflecken sind dabei klar voneinander zu unterscheiden und gehen nicht ineinander über.

 

 

Bei anhaltend nass-feuchter Witterung sorgt die darauffolgende Sporulation dafür, dass die Augenfleckenkrankheit sich rasch im Maisbestand verbreiten kann. Dabei werden zunächst die jungen Blätter im oberen Bereich der Pflanze befallen, außerdem können jedoch auch Symptome an Blattscheiden und Lieschblättern auftreten.

Auswirkungen der Augenfleckenkrankheit

Die zu erwartenden Ertragseinbußen hängen wie bei anderen Blattkrankheiten davon ab, wann die Augenfleckenkrankheit den Mais befällt und wie hoch der Befallsdruck ist. Denn in Folge des Befalls reduziert die Pflanze die Photosynthese und das Wachstum. Das wirkt sich auf das Gewicht der Maiskörner aus, das geringer ist als bei nicht befallenen Pflanzen. Je mehr die Pflanze und der Bestand befallen sind, desto höher die Ertragsausfälle. Außerdem ist auch der Abstand zwischen den Pflanzen wichtig, wenn es darum geht, wie schnell sich die Augenfleckenkrankheit im Mais ausbreitet.

Bei frühem Befall, kann es zu sehr hohen Ertragsauswirkungen führen, da die Blattassimilationsfläche rasch abstirbt.

Der Augenfleckenkrankheit im Mais vorbeugen

Eine vorbeugende Maßnahme gegen die Augenfleckenkrankheit im Mais stellte das intensive Zerkleinern der Ernterückstände in Verbindung mit einer tiefen Einarbeitung, sowie die Wahl von toleranten Maissorten.
DEKALB untersucht jährlich alle eigenen Stämme und kommerziellen Hybriden in künstlich inokulierten Versuchen. Das Ziel der DEKALB-Züchter ist es, den Landwirten stets die aktuellsten Informationen hinsichtlich Augenfleckenkrankheit-Toleranzen zur Verfügung zu stellen.

Die Einstufung der einzelnen DEKALB-Maissorten finden Sie in der aktuellen Sortenbroschüre. Wenn Sie zusätzlich individuelle Informationen zur Augenfleckenkrankheit brauchen, nehmen Sie bitte Kontakt mit unseren DEKALB-Beratern auf oder stellen Sie uns Ihre Fragen.