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15.03.2015

DEKALB Maissorten werden auf Ihre Stabilität hin geprüft im Bezug auf: Augenfleckenkrankheit

Die Augenfleckenkrankheit wird durch den Erreger Kabatiella zeae verursacht. 


Der Erreger der Augenfleckenkrankheit überwintert vorzugsweise in den Ernterückständen im Boden - vor allem in pfluglosen Flächen oder Feldern, unter reduzierter Bodenbearbeitung in Regionen mit milden Wintertemperaturen. Der Erreger infiziert die Maispflanze meistens im Spätsommer oder Herbst und selten im Frühjahr oder Frühsommer . Die Sporen dieser Krankheit befallen zuerst die älteren Blätter des Maises nahe des Bodens, meist nach der Blüte bei nassfeuchter Witterung. Auch eine Übertragung durch den Wind von benachbarten Feldern kann zu einer Infektion führen. Nach der Infektion sind vorerst kleine runde Wasserflecken in etwa 3 mm Größe zu beobachten. Der innere Kreis bildet das sogenannte cremebraungefärbte nekrotische Auge, umgeben von einem gelben Hof.

 

Die Einstufung der einzelnen DEKALB-Sorten finden Sie in der aktuellen Sortenbroschüre:

 

 

Bei anhaltender nassfeuchter Witterung sorgt die darauffolgende Sporulation dafür, dass die Krankheit sich rasch im Maisbestand verbreiten kann. Die zu erwartenden Ertragseinbußen hängen wie bei anderen BlattKrankheiten davon ab, wann die Krankheit den Mais befällt und wie hoch der Befallsdruck ist. Bei frühem Befall, kann es zu sehr hohen Ertragsauswirkungen führen, da die Blattassimilationsfläche rasch abstirbt Die Bekämpfung dieser Krankheit kann nur durch ein tiefes Einpflügen von Maisernterückständen erfolgen sowie durch die Wahl von toleranten Maissorten. DEKALB untersucht jährlich alle eigenen Stämme und kommerziellen Hybriden in künstlich inokulierten Versuchen. Das Ziel der DEKALB-Züchter ist es, den Landwirten stets die aktuellsten Informationen hinsichtlich Augenfleckenkrankheit Toleranzen zur Verfügung zu stellen.

 

DEKALB Maissorten werden auf Ihre Stabilität hin geprüft im Bezug auf: Bestockung

Bestockung ist eine physiologische Reaktion der Maispflanze auf Stress oder Gute Wachstumsbedingungen oder dem Wechsel von beidem und gehört zum normalen physiologischen Entwicklungsablauf der Maispflanze. Sorten neigen dazu Seitentriebe zu bilden, wenn im Frühjahr der Haupttrieb aufgrund von Stress (Kälte, Frost, Herbizid, mechanischer Schaden) geschädigt wurde.

Im Frühsommer, während guten warmen Wachstumsbedingungen und ausreichender Wasserund Nährstoffversorgung, kann die Maispflanze in der Streckungsphase gleichzeitig Seitentriebe bilden. Maissorten neigen bekanntlich unterschiedlich stark zu Bestockung.

Ertragsauswirkungen sind minimal 

Bei Silomais kann es zum GTM-Ertrag beitragen. Bei Körnermais hat es keine Ertrags- oder Reifeauswirkungen solange die Seitentriebe keine Kolben ansetzen. Neue Untersuchungen belegen, dass keine Assimilations-Stoffe aus dem Haupttrieb in den Nebentrieb verlagert werden, aber der umgekehrte Weg funktioniert. In der Regel bilden sich die Bestockungstriebe zurück, vor allem wenn sie nicht größer als 50 cm werden.

 

Faktoren, die Bestockung begünstigen: 

 

• Maissorten mit hoher Bestockungsneigung
• Gute Wachstumsbedingungen 
• Gute Nährstoffversorgung 
• Niedrige Bestandesdichte 
• Stressreaktion auf Kälte bzw. Frost 
• Stressreaktion auf HerbizidApplikation

 

Auswirkungen:


• Keine Ertragsrelevanten Auswirkungen 
• Bei Körnermais kann es zu einer Verzögerung der Reife führen, wenn die Bestockungstriebe Kolben ansetzen, diese sich nicht zurückgebildet haben 
• Die Seitentriebe können u. U. auch als Wasserund Nährstoffspeicher dienen und bei einer Wasser- oder Nährstoff-Knappheit können die Ressourcen in den Haupttrieb und dessen Kolben umgelagert warden.

 

DEKALB Maissorten werden auf Ihre Stabilität hin geprüft im Bezug auf: Green Snap

 

Green Snap, auch bekannt als früher Stängelbruch oder Glasbruch, ist ein Abbrechen oder vollständiges Abknicken der Maispflanze an einem Knoten. 
Eine Bruchstelle unterhalb vom Kolben ähnelt einem Messerschnitt. Das Abknicken erfolgt zwischen den Knoten. 

Green Snap kommt im Frühjahr im 8-Blatt Stadium vor, aber am häufigsten im Frühsommer während der Mais sich schnell streckt. Dieser Zeitraum beginnt, wenn der Mais Hüfthoch ist und endet mit der Blüte

Bei wüchsiger Witterung wird die rasche Streckungsphase begünstigt. Bei Sturm bzw. Starkregen mit starken Windböen kann es in dieser Phase zu Green Snap kommen.

Sortenunterschiede zeigen sich in ihrer Empfindlichkeit bzw. in der Dauer Ihrer Empfindlichkeit.

Faktoren die Green Snap begünstigen:

 

• Hybriden mit schneller vegetativer Entwicklung 

• Maissorten, die erst spät nach der Zellstreckung die Wände stabilisieren, haben ein großes Empfindlichkeitsfenster 
• Alle ackerbaulichen und Umwelt-Maßnahmen, die ein schnelles Wachstum begünstigen 
• Stickstoff-Düngung bzw. Standorte mit sehr hohem Ertragspotential 
• Gute Wasserversorgung 
• Warmes Wetter

 

Auswirkungen:

 Bruch unterhalb des Kolbens 
 Bruch oberhalb des Kolbens 
 Stängelabknicken

 

Diese Pflanzen tragen nicht mehr zum Ertrag bei. Zu diesem Zeitpunkt kann der Landwirt nicht mehr reagieren. 

Deshalb macht DEKALB hinsichtlich Green Snap keine Kompromisse. 


Welche Maßnahmen reduzieren Green Snap 

 Wahl von Sorten, die ausgewogen zwischen Streckung und Stabilisierung sind 

• Ausgewogene Düngung auf Hochleistungsstandorten, wo frühsommerliche Stürme regelmäßig vorkommen
 
Die Einstufung der einzelnen DEKALB-Sorten finden Sie in der Sortenbroschüre.

 

DEKALB Maissorten werden auf Ihre Stabilität hin geprüft im Bezug auf: Helminthosporium

 

Seit mehr als 10 Jahren kennt man die Maiskrankheit Helminthosporium turticum (HT) Blattdürre in manchen Teilen des süddeutschen Raums.

Seit geraumer Zeit tritt diese Blattkrankheit auch verstärkt in Teilen von Norddeutschland auf, wo sie je nach Befallsstärke und Befallszeitpunkt zu Ertragseinbußen durch geringeres TKG bei verfrühtem Absterben des Blattapparats führen kann.

Bei Silomais kann es neben Ertragsverlusten auch zu starken Qualitätseinbußen und stark eingeschränktem Erntefenster führen. Bei der Körnernutzung kann sekundär Stängelfäule zu starkem Lager führen.

Bislang ist die Krankheit weder durch chemische noch anbautechnische Maßnahmen sinnvoll zu bekämpfen, weshalb wir auf die züchterische Lösung setzten.

 

DEKALB forscht bereits seit Jahrzehnten in den USA an züchterischen Lösungen für die Eindämmung dieser Krankheit und bietet dort in den gefährdeten Gebieten heute nur noch HT-tolerante Sorten an. 
Seit der Einführung der toleranten Sorten hat die Blattdürre an Bedeutung verloren und zählt dort mittlerweile nicht mehr zu den wichtigsten Maiskrankheiten

Auch in Europa ist die HT-Toleranz seit Jahren ein wichtiges Selektionskriterium im DEKALB-Züchtungsprogramm. In den Regionen des späten Körnermaisanbaus sind auch seit vielen Jahren HT-tolerante Sorten im Angebot. 

DEKALB untersucht auch in Deutschland seit 10 Jahren alle eigenen Stämme und kommerziellen Hybriden in künstlich infizierten Prüfungen. Der hohe Krankheitsdruck in diesen künstlichen Inokulationen erlaubt eine sehr gute Beurteilung der Sorten.

Das langfristige Ziel unserer Züchtungsarbeit ist die Erhöhung der polygenen Resistenz. Daneben werden die monogenen HT-Resistenzen (HTR1- HTR2 – HTR3 HTN Resistenz) genutzt. Sie sind allerdings nur rassenspezifisch wirksam.

 

 

DEKALB-Züchter arbeiten an beiden Ansätzen für alle Reifegruppen, um Landwirten langfristig Maissorten mit hoher Toleranz gegenüber allen Rassen und Resistenz gegen die vorherrschenden Rassen anbieten zu können.

Die Einstufung der einzelnen DEKALB-Sorten finden Sie in der Sortenbroschüre.
 

DEKALB Maissorten werden auf Ihre Stabilität hin geprüft im Bezug auf: Kolben-Fusarium

 

Kolben Fusarium wird hauptsächlich durch den Erreger Fusarium graminaerum verursacht. Die Infektion erfolgt in feuchten Jahren meist über die Narbenfäden.

In trockenen Jahren kommt es zum Befall von Insekten geschädigten Maiskolben oder auch an Hitzebzw. Trockengeschädigten Maiskolben.

Die Überwinterung der Erreger erfolgt an Ernterückständen von Mais und allen Getreidearten. Von dort aus warden die Sporen verbreitet.

Ertragseinbußen sind generell gering. Jedoch wird die Qualität des Erntegutes durch die Belastung mit Mykotoxinen beeinträchtigt. Die Überschreitung von Grenzwerten zwingt zur Vernichtung der Ernte.

Die Mykotoxine (DON, Zearalenon und Fumonisine) sind besonders gefährlich in der Schweineproduktion. Sorten-Resistenz gegen Kolben-Fusarium gibt es nicht, aber es gibt deutliche Sortenunterschiede in der Anfälligkeit. Ackerbauliche Maßnahmen zur Förderung der Strohrotte durch Zerkleinerung und Einarbeitung verringern das Risiko.

 

 

DEKALB untersucht jährlich alle eigenen Stämme und kommerziellen Hybriden in künstlich inokulierten Versuchen, um unter hohem Krankheitsdruck eine bessere Einstufung der Sorten vorzunehmen. Bei der künstlichen Inokulation werden alle Sorten gleichbehandelt, welches eine Bewertung der Sorten untereinander erlaubt.

Um sowohl einen Befall der Narbenfäden als auch einen Befall durch Vögel oder Insekten zu simulieren, werden bei diesen Versuchen mit einem Fusarium-Erreger-Komplex infizierte Zahnstocher in die Narbenfäden eingestochen sowie auch an der Seite der Kolben künstliche Verletzungen eingebracht. 

Diese Simulation gibt Aufschluss über die zwei gängigen Befallssituationen und erlaubt eine bessere Bewertung der einzelnen Sorten.
 

Das Ziel der DEKALB-Züchter ist es Landwirten stets die aktuellsten Informationen hinsichtlich Kolben-Fusarium Toleranzen* zur Verfügung zu stellen.

Die Einstufung der einzelnen DEKALB-Sorten finden Sie in der aktuellen Sortenbroschüre.

 
 
*Kolben-Fusarium ist eine Pilzkrankheit, die in Ahängigkeit von Witterung und Umwelteinflüssen eine Maissorte in unterschiedlichem Ausmaß von Jahr zu Jahr befallen kann. Eine gute Einstufung mit guter Toleranz kann nicht ausschließen, dass eine bestimmte Sorte nicht befallen werden kann.
 

 

 

 

Mehr Informationen

Maisschädlinge und Krankheiten

Es gibt viele Maiskrankheiten, die Ihrem Bestand Schaden zufügen können. Bestockung hat normalerweise keine ertragsrelevanten Auswirkungen. Doch Maisschädlinge, aber auch widrige Witterungsbedingungen, greifen Ihren Maisbestand an und können zu Ertragseinbußen führen.  Sie können diesem Problem erfolgreich entgegenwirken: Die Maissorten von DEKALB sind gegen die wichtigsten Krankheiten wie Helminthosporium und auch gegen Green Snap tolerant oder sogar resistent. Außerdem stellen wir Ihnen hier die wichtigsten Informationen über den Mais und seine Krankheiten zur Verfügung und geben Ihnen wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Bekämpfung und den Schutz Ihres Bestandes.

Bestockung unter Kontrolle halten

Bei der Bestockung handelt es sich nicht um eine Maiskrankheit, sondern um die schlichte Bildung von Seitentrieben, vor allem wenn der Haupttrieb zuvor geschädigt wurde. Das gehört zur normalen physiologischen Entwicklung von Mais. Wenn Sie die Bestockung dennoch reduzieren wollen, kann dies durch die richtige Bestandsdichte, Düngung und Herbizidanwendung geschehen.

Maisschädlingen wie Helminthosporium vorbeugen und entgegenwirken

Die Augenfleckenkrankheit ist eine Blattkrankheit, die durch den Maisschädling Kabatiella zeae verursacht wird. Nach der Infektion kann man zuerst kleine, runde Wasserflecken von etwa 3 mm Größe erkennen. Da der Erreger der Augenfleckenkrankheit vor allem in Ernterückständen im Boden überwintert, kann man der Krankheit durch tiefes Einpflügen der Maisrückstände sowie durch die Wahl resistenter Hybriden wie DKC 3795, DKC 3050 oder DKC 5007 vorbeugen.


Der Maisschädling Helminthosporium turticum (HT), auch Blattdürre genannt, kann zu Qualitätseinbußen und einem eingeschränkten Erntefenster führen. Bisher gibt es keine sinnvollen chemischen oder anbautechnischen Maßnahmen, weshalb wir bei DEKALB auf die Züchtung setzen. Informieren Sie sich über unsere resistenten Sorten wie DKC 4117 und DKC 3642.


Der Erreger Fusarium graminaerum, der in Getreiderückständen überwintert, kann Kolben-Fusarium verursachen. Der Pilz führt zwar nur zu geringen Ertragseinbußen, doch die Qualität wird durch giftige Mykotoxine beeinflusst. Es gibt zwar keine Sortenresistenz gegen diesen Erreger, jedoch deutliche Unterschiede in der Anfälligkeit. Zwar zeigen alle DEKALB-Sorten eine geringe Anfälligkeit gegen den Erreger, bei DKC 5542, DKC 3623 und DKC 3390 ist diese Eigenschaft jedoch besonders ausgeprägt.

Durch Instabilität bedingte Maiskrankheiten verhindern

Green Snap ist ein Abbrechen oder Abknicken der Maispflanze und auch als früher Stängelbruch oder Glasbruch bekannt. Er kommt vor, wenn in einer schnellen Wachstumsphase widriges Wetter wie Sturm oder Starkregen den Pflanzen viel abverlangt. Dem Green Snap kann man durch die Wahl stabiler Sorten wie DKC 4541 und DKC 3531 vorbeugen.
Weitere Sorten, die gegen Krankheiten wie Helminthosporium oder Green Snap resistent sind, finden Sie in unserem Mais-Produktkatalog. Damit Ihre Erträge und die Qualität Ihres Maises noch besser wird, finden Sie hier auch Tipps für die Ernte und zur Qualitätsverbesserung.